PRAXIS FÜR ERGOTHERAPIE
Ursula Hafke
Was ist Ergotherapie?
Ergotherapie
Ergotherapie ist ein Heilmittel und beruht auf medizinisch-sozialwissenschaftlicher Basis.
Ergotherapie kommt bei Menschen jeden Alters mit physischen, psychischen und sozialen Beeinträchtigungen als Folge von Entwicklungsstörung, Unfall oder Krankheit zum Einsatz.
Im Vordergrund steht der handelnde Mensch in seinen verschiedenen Lebensbereichen.
Ziel der Ergotherapie ist es, die Durchführung bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in der persönlichen Umwelt des Menschen zu stärken.
Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.
Im Alltag handlungsfähig zu sein bedeutet, jede Aufgabe die man sich stellt, für sich zufriedenstellend erfüllen zu können.
Um dies zu erlangen stehen nicht die einzelnen Krankheitssymptome im Vordergrund, sondern wie diese den Alltag erschweren. Die ergotherapeutische Aufgabe besteht darin, eine umfassende Anpassung an die Gegebenheiten und die Umwelt vorzunehmen und schrittweise Probleme zu beseitigen.
Es ist eine gezielte Behandlung, die auf Anordnung des Arztes von der Krankenkasse bezahlt wird.
Wie sieht ein ergotherapeutischer Behandlungsablauf aus?
- Differenzierte ergotherapeutische Befunderhebung
- Erarbeitung individueller Behandlungsziele
- Erstellung eines Behandlungsplanes
- Auswahl der Behandlungsmethoden und -medien
- Regelmäßige Dokumentation
- Ständiger Informationsaustausch mit Ärzten, Eltern und - wenn gewünscht - mit Lehrern, Erziehern etc.
- Einzel- und Gruppenbehandlungen möglich